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Häufige Fragen (FAQ)

Häufig gefragt - unsere FAQ

Wie finde ich das richtige Förderprogramm für F&E Projekte?

Innovationsfinanzierung durch Fördermittel ist ein wichtiger Motor für Unternehmen. Besonders attraktiv sind natürlich die nicht rückzahlbaren Zuschüsse. Aktuell gibt es mehrere tausend verschiedene Fördermöglichkeiten für Unternehmen von Bund, Länder und EU. Der erste und sehr zeitraubende Schritt auf dem Weg zum Zuschuss besteht darin, den richtigen Fördertopf für Ihr Unternehmen und Ihr Entwicklungsvorhaben zu finden. Eine sehr wertvolle Hilfe, die einen Überblick über die Förderlandschaft verschafft, ist die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie: www.foerderdatenbank.de. Hier finden Sie alle Förderbekanntmachungen und können über die Schnellsuche die Eckdaten Ihres Unternehmens und Ihres Projektes eingeben. So erhalten Sie eine Auswahl der Förderprogramme, die für Ihr Vorhaben in Frage kommen und vor allem eine hilfreiche Kurzübersicht zum jeweiligen Programm. Zudem bietet die Förderberatung der Bunderegierung unter www.foerderinfo.bund.de  einen sehr guten Überblick über public funding auf Bund-, Länder- und EU-Ebene. Aber auch IHK, Förderlotsen oder Fördermittelberater können hier eine wertvolle Hilfe sein. Es lohnt sich, darüber nachzudenken, ob ein Outsourcing der Antragstellung nicht sinnvoller ist. Wir bieten praxisnahe Hilfe bei Fördermittelanträgen für Forschung- und Entwicklung.

Welche Fördermittel für F&E gibt es in Bayern?

Der Bund bietet mit dem ZIM Programm oder KMU-Innovativ seit Jahren eine sehr attraktive Fördermöglichkeit für KMU. Es lohnt sich allerdings, auch die Förderprogramme der einzelnen Bundesländer genauer zu betrachten. Vorallem Bayern bietet äußerst interessante Programme für Technologieförderung, sowohl technologieoffene als auch technologiespezifische Zuschüsse. Viele davon, wie z.B. die Bayerischen Innovationsgutscheine sind auf KMU, d.h. kleine und mittlere Unternehmen beschränkt. Aber es gibt durchaus auch Subventionen für große Unternehmen wie z.B. Elektronische Systeme Bayern, IUK - Informations- und Kommunikationstechnik Bayern, Bayerisches Energieforschungsprogramm, Bayerisches Verbundforschungsprogramm (BayVFP), Bayerisches Technologieförderprogramm plus (BayTP+) oder das Förderprogramm der Bayerischen Forschungsstiftung, um nur einige zu nennen. Wir bieten praxisnahe Hilfe bei der Auswahl der richtigen Förderung und Fördermittelanträgen für Forschung- und Entwicklung.

Was muss ich bei einem Fördermittelantrag beachten? – Tipps zur Antragstellung für F&E Zuschüsse

Wichtig ist, dass Sie den Antrag vor Projektbeginn stellen und abklären, ab wann Sie mit der Entwicklung starten dürfen. Bei einem verfrühten Start verlieren Sie Ihren Förderanspruch! Wenn möglich, suchen Sie das persönliche Gespräch mit dem Projektträger, bevor Sie mit der Ausarbeitung des Antrags starten. Viele Projektträger bieten diese Möglichkeit an oder wünschen sich das sogar. In einem Telefonat oder persönlichen Gespräch können Sie vorab klären, ob Ihr Vorhaben wirklich in die Förderrichtlinien passt. Vielleicht haben Sie selbst ja einen wesentlichen Punkt nicht bedacht. Klären Sie in diesem Gespräch die wichtigsten Eckpunkte ab. Bei vielen Förderprogrammen für F&E ist die Unternehmensgröße der Antragsteller klar begrenzt. In der Regel ist diese über die sogenannte KMU Grenze definiert. Nur wenige Programme sind in Punkto Unternehmensgröße nach oben unbeschränkt und auch für große Unternehmen zugänglich. Die Wahl des richtigen Programms hängt auch davon ab, ob Sie ein Projekt mit voraussichtlichen Entwicklungskosten von einigen Tausend Euro oder mehreren Millionen planen. In vielen Zuschussprogrammen ist die maximal förderbare Projektsumme begrenzt. Es wäre schade, wenn Sie deshalb Gelder verschenken. Prüfen Sie, wie innovativ Ihr Vorhaben wirklich ist. Es reicht nicht aus, wenn das Produkt oder Verfahren, das Sie planen, nur in Ihrem Produktportfolio neu ist. Recherchieren Sie vorab im Internet zum Stand der Technik und Ihren Wettbewerbern, die vielleicht die gleiche Idee hatten und damit längst auf dem Markt sind. Dies gilt für Mitbewerber weltweit, nicht nur in Deutschland! Ihr Vorhaben muss wirklich eine Innovation beinhalten oder eine wesentliche Weiterentwicklung eines bestehenden Produktes sein. Für die Programme der einzelnen Bundesländer können sich nur Unternehmen bewerben, die Ihren Firmensitz bzw. einen Entwicklungsstandort in dem jeweiligen Bundesland haben. Häufig erhalten Sie in den Beratungsgesprächen auch wertvolle Tipps und Infos für die Antragstellung.

Wieviel Zeit muss ich für einen Fördermittelantrag einplanen?

Ein Fördermittelantrag kostet Zeit und kann nicht einfach mal so nebenbei erledigt werden. Speziell der erste Antrag ist zäh. Planen Sie einige Wochen für die Recherche des richtigen Programms ein und dann nochmals vie bis sechs Wochen für die Ausarbeitung der Antragsunterlagen. Mit etwas Routine geht das später natürlich viel schneller. Was aber immer bleibt und auch kaum beeinflusst werden kann, ist die Bewilligungsphase. Bei schnellen Abläufen können Sie mit drei Monaten für die Begutachtung kalkulieren. Bei einigen Programmen sind aber sechs Monate durchaus üblich. Ausnahmen gibt es bei Programmen der Länder, wie z.B. den Innovationsgutsscheinen. Hier dauert eine Bewilligung im Idealfall nur wenige Wochen.

Einzel- oder Kooperationsprojekt?

Es gibt eine Vielzahl an staatlichen Zuschüssen für die Entwicklung technologischer Innovationen. Überlegen Sie sich vorab genau, ob Sie Ihr Entwicklungsvorhaben allein oder in Kooperation mit einem anderen Unternehmen bzw. einer Uni oder Forschungseinrichtung durchführen möchten. Für Kooperationsprojekte gibt es mehr Fördermöglichkeiten und häufig auch höhere Zuschüsse.

Wie funktioniert die Forschungszulage?

Zum 01.01.2020 trat das Forschungszulagengesetz (FZulG) in Kraft. Seit Ende 2020 kann die Forschungszulage nun auch beantragt werden.  Konkret heißt das, Unternehmen können rückwirkend eigenbetriebliche Forschung und Entwicklung, externe Forschungsaufträge und sogar F&E Eigenleistungen von Einzelunternehmern fördern lassen, die nach dem 01.01.2020 gestartet wurden.

Wie hoch ist die Förderung?
Es werden 25 % aus max. vier Mio. Euro Projektsumme pro Jahr und Unternehmen gefördert. In Summe bedeutet das also eine max. Förderung von einer Mio. Euro pro Jahr. (Es können auch mehrere kleinere Projekte bis zur Erreichung der Gesamtsumme von 4 Mio. eingereicht werden.)

Wer wird gefördert?
Alle in Deutschland steuerpflichtigen Unternehmen im Sinne des Einkommensteuer- und Körperschaft­steuergesetzes sind förderfähig, unabhängig von Unternehmensgröße und Branchenzugehörigkeit.

Was wird gefördert?
Die Forschungszulage fördert nachstehende Leistungen aus Einzel- oder Kooperationsprojekten der Grundlagenforschung, industriellen Forschung und experimentellen Entwicklung:

  • Eigenbetriebliche Forschung:
    Lohn- und Gehaltskosten der in dem F&E Vorhaben mitwirkenden Projektmitarbeiter. (einschl. Sonderzahlungen, wie z. B. Jahres-Boni, Leistungszulagen und Überstundenvergütungen, sowie des nach § 3 Nr. 62 EStG steuerfreien Arbeitgeberanteils für die Zukunftssicherung des Arbeitnehmers)
  • Externe Forschungsaufträge:
    60 % der Forschungsaufträge die extern an Universitäten, Forschungseinrichtungen oder andere Unternehmen vergeben werden. (Sitz des Auftragnehmers muss allerdings in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraums2 sein (EU-Staaten plus Norwegen, Island und Liechtenstein)).
  • Eigenleistungen eines Einzelunternehmers:
    Eigenleistungen eines Einzelunternehmers, wenn der Inhaber eines Ein-Personen-Betriebs selbst Forschung und Entwicklung betreibt. Der Einzelunternehmer kann 40 EUR/h bis max. 40 Arbeitsstunden pro Woche als förderfähige Aufwendungen ansetzen.

Wie funktioniert die Antragstellung?
Zweistufiges Antragsverfahren:
1.) Antrag auf Bescheinigung eines begünstigten FuE-Vorhabens stellen unter www.bescheinigung-forschungszulage.de.
2.) Über MyElster Antrag auf Forschungszulage beim Finanzamt stellen
Die Forschungszulage wird mit der nächsten fälligen Einkommen- oder Körperschaftssteuer verrechnet und bei Verlusten ausbezahlt.
Der Antrag kann vor, während oder nach Beendigung des Forschungsvorhabens gestellt werden (Innerhalb von vier Jahren nach Ablauf des Jahres, für das der Anspruch auf die Forschungszulage entstanden ist.)